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Dein Welpe zieht ein

von Trainerin Joy Behrendt

Liebe Welpenbesitzer und -besitzerinnen,

wenn ein Welpe ins Haus zieht ist dies eine aufregende Zeit und wirft viele Fragen auf. Hier in unserem Welpenlexikon haben wir die wichtigsten Themen rund um den Welpen für euch zusammengestellt.
Möchtet ihr euch auch schon mehr zum Thema Hundetraining einlesen? Dann findet ihr hier viele Tipps und Tricks für ein effektives Hundetraining, um Meister im Handwerk der Hundeerziehung zu werden! Der Artikel wird ständig erweitert – schau gerne regelmäßig vorbei oder abonniere einfach unsere Pfoten-Post, um über Updates informiert zu werden.

Kapitel

Ein Welpe zieht ein...

Endlich ist es so weit. Nach langer Überlegung zur Anschaffung eines Hundes, vielen Besorgungen um das erste nötige Equipment bereit zu haben und vielen Wochen Wartezeit, darf dein Welpe nun endlich zu dir in sein neues Zuhause ziehen. Das ist für dich als frisch gebackener Hundebesitzer sehr aufregend, aber erst recht für den Welpen.

Er ist nun mindestens 8 Wochen alt (vorher solltest du den Hund auf keinen Fall zu dir holen, solange es der Mutterhündin gut geht) und wird nun in seinem jungen Alter erstmal seiner gewohnten Umgebung, seinen Geschwistern und seiner Mutter entrissen. Das alleine kann einen schon umhauen, aber hinzu kommt ja noch, dass man sich an eine komplett neue Umgebung, an neue Lebenspartner (Mensch und ggf. andere Haustiere) und ein ganz neues Zusammenleben gewöhnen muss.

Das im Ganzen ist schon wirklich beeindruckend und aus diesem Grund, sollten wir den Welpen erstmal mit viel Liebe und Geduld willkommen heißen und ihn ganz in Ruhe ankommen lassen.

Die Abholung vom Züchter sollte am besten zu Zweit erfolgen, damit eine Person beim Welpen sitzen kann. Je nachdem, ob der Züchter es bereits geübt hat oder nicht, kann eine ggf. auch lange Autofahrt ganz schön stressig für die Welpen sein. Vielen wird dabei auch übel, also am besten

Handtücher dabei haben und etwas Haushaltsrolle. Die Fahrt sollte ohne Umwege nach Hause führen und der Welpe sollte sich direkt nach der Fahrt erst einmal lösen dürfen, bevor es rein geht.

Die erste Woche im neuen Zuhause sollte wirklich ganz entspannt ablaufen.

Das bedeutet, dass der Welpe erst einmal Zeit bekommt seine neue Familie und die neue Umgebung kennen zu lernen und zwar in seinem eigenem Tempo. Ihr als neue Besitzer nehmt euch viel Zeit, um den Hund zu beobachten und kennen zu lernen und nutzt die ersten gemeinsamen Tage, um viel miteinander zu schmusen, zu spielen und gemeinsam „Haus und Hof“ zu erkunden. Hier reicht es aber völlig, den Welpen vorerst auf wenige Räume zu beschränken – ein großes Haus oder eine große Wohnung mit vielen Zimmern können die Kleinen erstmal ganz schön überfordern. Auf keinen Fall sollten alle Verwandten und Freunde in der ersten Woche zu euch kommen, um das neue Familienmitglied zu begutachten. Diese Zeit des Kennenlernens gehört allein euch und so viele fremde Menschen würden dem Kleinen zusätzlichen Stress bereiten.

Macht euch auch keinen Stress was das Training mit dem Welpen angeht.

Euer Welpe muss in den ersten Tagen nach dem Einzug auf keinen Fall schon Sitz und Platz o.ä. lernen. Dafür gibt es später noch genügend Zeit- ggf. auch in einem Welpenkurs. Euer Welpe muss vorerst mal lernen, wie das Zusammenleben mit euch aussieht und mit Sicherheit wird er auch schon erste Grenzen kennen lernen müssen, wie z.B. dass er nicht an den Schuhen nagen darf und vor allem auch, was es bedeutet stubenrein zu werden.

Grundsätzlich geht es in den ersten Wochen erst einmal darum, einander kennen zu lernen und eine Bindung zueinander aufzubauen, gleichzeitig aber auch schon einige Grenzen aufzuweisen.

Ihr könnt tolles Verhalten, das euer Welpe zeigt häufig loben und belohnen, damit er dieses Verhalten demnächst häufiger zeigt. Gleichzeitig solltet ihr dafür sorgen, dass der Welpe unerwünschtes Verhalten möglichst nicht zeigen muss, in dem ihr z.B. Dinge an die er nicht ran darf wegpackt (soweit möglich).

Das verhindert auch, dass ihr in eine ständige „Diskussion“ mit eurem Hund verfallt, was wiederum oft zu Frust auf beiden Seiten führt und dementsprechend nicht förderlich für die Bindung zueinander ist.

Nichtsdestotrotz muss euer Welpe natürlich auch lernen, dass manche Dinge einfach tabu sind. Hier heißt es aber eben sehr konsequent sein, also nicht ständig das „tabu“ wiederholen ohne das eine Handlung folgt, wie z.B. den Hund von der Sache wegholen und ihn anderweitig beschäftigen o.ä.

Erst nach 1 bis 2 Wochen Eingewöhnungszeit kann man dann nach und nach beginnen mit dem Welpen die große, weite Welt gemeinsam möglichst positiv zu erfahren.

Der Hund sollte dann also immer häufiger an alle möglichen Alltagssituationen und an viele verschiedene Menschen herangeführt werden. Hier ist das positive Erfahren des Ganzen aber der wichtigste Punkt.

Überfordert euren Welpen nicht, sondern mutet ihm alles in angemessenem Maße zu. Was dieses Maß ist, bestimmt euer Welpe, also beobachtet ihn aufmerksam und entscheidet dann, ob er an dem einen Tag noch eine weitere „Aktion“ verpackt oder lieber nicht. Wenn nicht, dann ist das vollkommen ok und man nutzt die Zeit für gemeinsame Entspannung.

An alles gedacht?

Versicherung

Selbstverständlich benötigt dein Hund eine Haftpflichtversicherung für den Fall, dass er einen größeren Schaden anrichtet, wie z.B. etwas zerkaut, das euch nicht gehört oder aber sogar einen Verkehrsunfall verursacht, weil er dir entwischt ist.

Wusstest du schon, dass es auch Krankenversicherungen für Hunde gibt?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: von einer reinen OP-Versicherung bis zu einer Komplettversicherung, die z.B. auch Vorsorgebehandlungen wie Impfungen zahlt ist alles möglich. . Eine OP z.B. aufgrund eines Unfalls kann schnell teuer werden und für sehr große, schwere Hunderassen können auch einzelne Medikamente schnell ins Geld gehen. Ob sich so eine Versicherung für dich und deinen Hund lohnt und vor allem welche Variante musst du natürlich für dich selbst abwägen.

Sachkundenachweis

Als Hundebesitzer eines sogenannten „20/40-Hundes“ (Gewicht ab 20kg, Größe ab 40cm Stockmaß) muss man einen Sachkundenachweis ablegen, d.h. man muss nachweisen, dass man über die nötige Sachkunde verfügt, um einen großen Hund halten zu dürfen. Dieser Nachweis wird mittels eines schriftlichen Test ´s erbracht, den man beim Tierarzt oder auch bei dafür anerkannten Sachverständigen ablegen kann. Aus einem Fragenkatalog von 65 Fragen erhält man 15 ausgewählte Fragen und muss diesen via `multiple choice´ beantworten. Die Fragen drehen sich rund um das Thema Hund: Haltung, Biologie, Gesetzeslage, Zubehör… Der bestandene Sachkundenachweis ist dann dem zuständigen Ordnungsamt vorzulegen.

Der Sachkundenachweis kann auch in der Pfotenakademie abgelegt werden. Ansprechpartner ist unsere Trainerin Joy Behrendt.

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Welpenkurse - sinnvoll oder kontraproduktiv?

Welpenkurse sind sowohl unter Hundetrainern als auch unter Hundebesitzern ein gern diskutiertes Thema.

Macht es Sinn mit seinem Welpen einen Welpenkurs zu besuchen oder macht man sich damit evtl. gleich schon ganz viel “kaputt”? Ab wann besucht man eigentlich einen Welpenkurs und für welchen Zeitraum?

Die meisten Welpen ziehen zwischen der 8. und 10. Lebenswoche in ihr neues Zuhause und natürlich sollten sie sich erst einmal ein wenig dort einleben können. Aber nach ca. 2 Wochen darf es dann auch mit dem Kurs losgehen, denn streng genommen geht die Welpenzeit nur bis zur 16. Lebenswoche.

Warte ich nach Einzug des Welpen also erst noch einen Monat ab, bevor ich mich um einen Kurs kümmere, habe ich schon viele Wochen der Welpenzeit einfach so verstreichen lassen.

Das wäre schade, denn besonders in diesen Wochen sind positive Erfahrungen mit anderen Hunden und Menschen sehr wichtig.  Auch ein noch nicht vollständiger Impfschutz, ist kein Argument sich erst später für einen Kurs zu entscheiden.

Im Welpenkurs müssen alle Welpen einen für ihr Alter angemessenen Impfschutz haben und dies ist ausreichend. Andernfalls dürfte man  mit dem Welpen bis zum Erreichen des vollständigen Impfschutzes tatsächlich auch nicht auf die Straße, denn auch dort lauern genügend Möglichkeiten sich mit Krankheitserregern anzustecken.

Grundsätzlich sei gesagt:  Welpenkurs ist nicht gleich Welpenkurs und deshalb lässt sich die gestellte Frage nicht einfach so mit ja oder nein beantworten, sondern es gibt einiges zu beachten.

Erstmal lassen sich ein Welpenkurs und eine reine Welpenspielgruppe voneinander unterscheiden. Bei letzem wird eben ausschließlich gespielt und ein Welpenkurs beinhaltet neben dem Spiel eben auch noch Trainings- und Sozialisationskomponenten. Bei beiden Varianten ist es wichtig darauf zu achten, wie groß die Gruppen sind, wie die Welpen zusammen gestellt werden (Alter und Größe) und wie mit dem Spiel umgegangen wird.

Auf keinen Fall sollten die Welpen sich selbst überlassen werden, während die Besitzer am Rand stehen und sich unterhalten, ganz nach dem Motte „die müssen ja lernen das untereinander zu regeln“.  

Vielmehr sollte Spiel dazu genutzt werden, um die Hunde und die Kommunikation untereinander zu beobachten und zu lernen in schwierigen Momenten kompetent einzugreifen. Besonders in der reinen Welpenspielgruppe sollte auf Pausen und Ruhephasen wert gelegt werden, in denen die Hunde es schaffen sich trotz der Anblicke der anderen Hunde zu entspannen, da man sonst Gefahr läuft sich sogenannte „Partyhunde“ heran zu ziehen, also Hunde, die den Anblick anderer Hunde immer gleich mit Spiel, Spaß- ja eben „Party machen“ – verbinden und für nichts anderes mehr aufnahmefähig sind in diesen Momenten.

Als Welpe gilt ein Hund nur bis zur ca. 16. Lebenswoche, danach beginnt schon die Junghundphase. Und dennoch erlebt man in einigen Welpengruppen immer wieder, dass sich dort Hunde im Alter zwischen 10 Wochen und 10Monaten tummeln und quasi einfach aufeinander losgelassen werden. Leider sind bei dieser Form von Zusammenstellung Schwierigkeiten oft vorprogrammiert.

Die Welpen sind einfach überfordert, wenn da halbstarke, pubertierende Junghunde versuchen wie wild mit ihnen zu toben. Da kann es dann auch mal vorkommen, dass ein Welpe mal über den Haufen gerannt wird und so eben die ersten (teilweise heftigen) schlechten Erfahrungen entstehen- von eventuellen körperlichen Schäden mal ganz abgesehen.

Und dies dann nicht nur für den Welpen, denn auch den Junghunden tut es nicht gut, wenn sie fälschlicherweise lernen, sie könnten andere Hunde einfach mal so umhauen. Und hier muss man ganz klar sagen: bevor man mit seinem Hund so eine Gruppe besucht, sollte man lieber ganz darauf verzichten und sich lieber um Einzeltraining und einzelne nette Hundekontakte bemühen.

Ist ein Welpenkurs aber grundlegend durchdacht und gut gestaltet, können die Welpen und auch ihre Besitzer sehr wohl davon profitieren, denn es ist schon sehr wertvoll, wenn Welpen miteinander spielen und sich ausprobieren können. Junghunde spielen ganz anders als Welpen und viele ältere Hunde haben einfach keine Lust auf die unbeholfenen Kleinen.

Worauf sollte ich also bei der Auswahl eines Welpenkurses achten?

  • Kleine Gruppen (ca. 6 Hunde pro Trainer)
  • Die Möglichkeit, die Welpen während des Spiels in kleine Gruppen zu unterteilen
  • Spielphasen werden vom Trainer für die Besitzer kommentiert hinsichtlich Körpersprache und Spielverlauf
  • Trainer greift ins Spiel ein und leitet die Hundehalter auch an es selbst zu tun
  • Entspannungsphasen zwischendurch, um die Erregungslage der Welpen immer wieder in die richtigen Bahnen zu lenken
  • Trainingseinheiten werden kurz uns spielerisch gehalten
  • Theorieeinheiten für den Besitzer zu verschiedenen Themen, wie Trainingsmethoden, Körpersprache und Kommunikation, Biologie des Hundes u.a.
  • Verschiedene Angebote für die Welpen, um neues gemeinsam mit dem Hundehalter zu erkunden (verschiedene Untergünde, Geräte, Geräusche etc.).

Auf was legen wir in der Pfotenakademie besonderen Wert?

Neben der Schulung des Besitzers über grundlegende Trainingsmethoden steht für uns in der Welpenzeit vor allem der Aufbau einer Bindung zwischen Halter und Hund im Vordergrund, was beinhaltet, dass die Hundehalter viel über den positiven Umgang mit dem Hund lernen und ebenso, wie sie ihren Hund gut verstehen und mit ihm kommunizieren können.

Zudem ist es uns extrem wichtig, dass im Welpenspiel nach Möglichkeit kein Welpe schlechte Erfahrungen mit den anderen Hunden machen muss, d.h. das Spiel wird genau beobachtet und die Welpenbesitzer werden angeleitet, ein Gespür dafür zu bekommen, wann es einem der Hunde zu viel wird und wie sie ihm ganz klar zeigen können, dass sie für ihn da sind- denn Herrchen und Frauchen sollen für den Hund immer der „sichere Hafen“ sein, wenn sie mal nicht weiter wissen.

Dies bedeutet aber auch, dass ggf. nicht alle Welpen miteinander spielen dürfen, sondern wir selektieren auch, welche Hunde gut zueinander passen- sowohl von Alter und Größe, aber auch vom Temperament her.

Zusätzlich legen wir in unserem Kurs wert darauf, dass die Welpen sich trotz anderer Hunde im Raum auch entspannen können und sich auch auf ihre Besitzer konzentrieren können, statt diese völlig auszublenden, sobald sie einen anderen Hund sehen.

Stubenreinheit

Wie kann ich meinen Welpen beim Erlernen der Stubenreinheit unterstützen?

Ein Welpe sollte etwa alle zwei Stunden die Gelegenheit bekommen, draußen seine Geschäfte zu erledigen. Dazu wird er zur vorgesehenen Stelle gebracht und möglichst nicht weiter beschäftigt, also nicht angesprochen oder bespielt, bis er sich gelöst hat.

Außerdem sollten die Welpen nach dem Schlafen, nach intensivem Spiel und nach den Mahlzeiten nach draußen gebracht werden, da sie sich erfahrungsgemäß dann am wahrscheinlichsten lösen. Am besten trägt man die Welpen auf dem Arm nach draußen, um zu vermeiden, dass unterwegs ein Malheur passiert.

Verrichtet der Welpe sein Geschäft an der passenden Stelle, wird er gelobt und mit einem Spiel oder Leckerchen belohnt. Viele Welpen zeigen ein typisches Verhalten, bevor es zu Ausscheidungen kommt. Häufig sind Verhaltensweisen wie intensives Schnüffeln oder im Kreis drehen. Falls man solches Verhalten beobachtet, kann man schnell reagieren, den Welpen hochnehmen und an die vorgesehene Stelle bringen. Und natürlich bei Erfolg wieder loben und belohnen.

Passiert es doch, dass der Hund sich im Haus löst, denken Sie bitte daran, dass der Hund einem lebenswichtigen Bedürfnis nachkommt, wofür er nicht getadelt werden sollte. Für den richtigen Ort ist im Welpenalter in erster Linie sein Mensch verantwortlich.

Also den Ärger runterschlucken, nicht schimpfen oder stöhnen und ohne viel Aufhebens die Hinterlassenschaften gründlich beseitigen.

Dazu nimmt man am besten lauwarmes Wasser oder dafür vorgesehene Produkte aus  dem Tierhandel. Essigwasser oder ammoniakhaltige Reiniger scheinen nicht geeignet zu sein.  Erwischt man den Welpen nicht in flagranti, macht es sowieso keinen Sinn, ihn damit zu konfrontieren, da nur die Dinge, die innerhalb der letzten zwei Sekunden geschehen sind, mit einer Reaktion verbunden werden. Ihr Hund würde also zum Beispiel ein Schimpfen über ein Pfützchen bei der Rückkehr in den Raum mit Ihrem Auftauchen und nicht mit seinem “Fehler” verbinden.

In der ersten Zeit sollte der Welpe auch nachts die Gelegenheit bekommen, sich draußen zu lösen. Dazu ist es ganz nützlich, den Hund an einer Stelle in Ihrer Nähe schlafen zu lassen, die er selber nicht problemlos verlassen kann, zum Beispiel eine Box oder Kiste. Dann können Sie schnell reagieren, wenn der Hund unruhig wird.

Alte “Weisheiten”, man solle den Welpen mit der Nase in den Urin oder Kot stoßen, ihn am Nacken zu schütteln oder laut zu schimpfen, sind purer Unsinn und tragen nicht zu einer schnelleren Stubenreinheit bei. Es kann aber passieren, dass der Welpe in Zukunft das Lösen in der Gegenwart seines Herrchens vermeidet und anfängt, sich dabei zu verstecken oder nur noch dann zu pieseln, wenn keiner in Sicht ist. Außerdem ist es für die empfindliche Nase Ihres Kleinen eine Quälerei und noch viel entscheidender stört es das Vertrauensverhältnis, das sich gerade zwischen Ihnen und Ihrem Liebling entwickelt.

Mit ein bisschen Durchhaltevermögen, Selbstbeherrschung und möglichst lückenloser Aufsicht und Aufmerksamkeit in dieser ersten Zeit haben Sie gute Chancen, schnell einen “sauberen” kleinen Hund zu bekommen.

Alleine bleiben

Da Hunde im Regelfall in Familienverbänden zusammen leben, ist das alleine sein für sie in keinster Weise „normal“ und für Welpen ist es dies schon gar nicht. Welpen sind immer mit ihrer Familie zusammen und fangen erst ab einem Alter von ca. 10 Wochen ganz langsam an, sich hin und wieder und nur für wenige Minuten mal vom Familienverband zu entfernen.

Zudem verlangen wir im Grunde paradoxe Dinge von unserem Hund, denn im Training arbeiten wir schließlich darauf hin, dass der Hund eine starke Bindung zu uns aufbaut, gerne bei uns ist, zu uns kommt wenn wir ihn rufen und dann, wenn wir es brauchen soll er plötzlich stundenlang ohne uns sein.

Welpen sollten die ersten 2-3 Wochen in ihrem neuen Zuhause auf keinen Fall alleine gelassen werden. Nach dieser Eingewöhnungszeit kann man ganz langsam mit dem Training beginnen.

Alleine sein muss geübt werden… Das Alleine bleiben sollte wirklich ganz kleinschrittig über einen längeren Zeitraum geübt werden. Geht man zu schnell vor, kann es zu Trennungsstress oder sogar –angst kommen und ist dies erst einmal der Fall, lässt es sich nur sehr schwer oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr abtrainieren bzw. therapieren.

Schon im Welpenalter sollten Hunde lernen, dass die Aufmerksamkeit des Menschen nicht uneingeschränkt für den Welpen zur Verfügung steht, d.h. es sollte immer wieder Phasen geben, in denen für den Welpen keine Interaktion mit seinem Menschen stattfindet.

Diese Zeiten können dem Hund angekündigt werden, z.B. durch eine CD, ein bestimmtes Ritual oder ein Signal. Die Kleinen lernen so ziemlich schnell, dass sie „Sendepause“ haben. Der Mensch ist in dieser Zeit natürlich noch anwesend, aber nicht in direkter Nähe und es ist empfehlenswert, dem Hund etwas zum Kauen anzubieten. Kauen wirkt zum einen entspannend, zum anderen soll der Hund positiv erleben, wenn er allein sein muss. Übertrieben gesagt soll er sich freuen, wenn seine Menschen weggehen, weil er dann seinen Lieblingskauknochen bekommt.

Welpen sollten die ersten 2-3 Wochen in ihrem neuen Zuhause auf keinen Fall alleine gelassen werden. Nach dieser Eingewöhnungszeit kann man ganz langsam mit dem Training beginnen.

Alleine sein muss geübt werden… Das Alleine bleiben sollte wirklich ganz kleinschrittig über einen längeren Zeitraum geübt werden. Geht man zu schnell vor, kann es zu Trennungsstress oder sogar –angst kommen und ist dies erst einmal der Fall, lässt es sich nur sehr schwer oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr abtrainieren bzw. therapieren. Schon im Welpenalter sollten Hunde lernen, dass die Aufmerksamkeit des Menschen nicht uneingeschränkt für den Welpen zur Verfügung steht, d.h. es sollte immer wieder Phasen geben, in denen für den Welpen keine Interaktion mit seinem Menschen stattfindet.

Diese Zeiten können dem Hund angekündigt werden, z.B. durch eine CD, ein bestimmtes Ritual oder ein Signal. Die Kleinen lernen so ziemlich schnell, dass sie „Sendepause“ haben. Der Mensch ist in dieser Zeit natürlich noch anwesend, aber nicht in direkter Nähe und es ist empfehlenswert, dem Hund etwas zum Kauen anzubieten. Kauen wirkt zum einen entspannend, zum anderen soll der Hund positiv erleben, wenn er allein sein muss. Übertrieben gesagt soll er sich freuen, wenn seine Menschen weggehen, weil er dann seinen Lieblingskauknochen bekommt.

Hat der Welpe gelernt, dass seine Bezugsperson nicht immer zur Verfügung steht und ist dabei entspannt, kann man zum nächsten Schritt übergehen, während der Auszeit des Welpen auch mal den Raum verlassen. Hilfreich sind hierfür oft Kindergitter, die den Sichtkontakt weiterhin ermöglichen, aber verhindern, dass der Welpe einem folgen kann. Man fängt langsam an, indem man sich beispielsweise ein Glas Wasser aus der Küche oder die Post aus dem Briefkasten holt und sofort wieder kommt.

Die Zeit, die man in einem anderen Raum verbringt wird nach und nach gesteigert. Erst wenn der Welpe auch mit dieser Situation völlig entspannt ist, kann man anfangen das Haus für eine Weile zu verlassen. Auch hier wird wieder ganz klein angefangen, z.B. mit dem Weg zur Mülltonne, um dann die Zeit des Wegbleibens allmählich steigern zu können.

Hinweis: Kauen dient der emotionalen Selbstregulation und kann Stress reduzieren. Bei uns Menschen kann man da z.B. ans Kaugummi kauen denken.

Dokumentation: Es lohnt sich immer, die Phase des Alleine bleibens mit Hilfe einer Videokamera o.ä. zu verfolgen, um zu sehen wie der Hund sich verhält und ob er wirklich entspannt ist und ob es nicht evtl. einen Grund für das Bellen gab, von dem die Nachbarn berichtet haben (vielleicht wurde gerade die Post eingeworfen o.ä.).

Wieder zuhause…. Die Heimkehr sollte relativ ruhig verlaufen. Freuen Sie sich ruhig, denn meist tut man das einfach, wenn man seinen kleinen Schützling nach einiger Zeit wieder sieht und begrüßen Sie Ihren Hund kurz, aber machen Sie keine Riesenparty daraus. Kümmern Sie sich dann erst einmal in aller Ruhe um sich (Jacke und Schuhe ausziehen etc.), sodass der Hund Zeit hat sich noch ein wenig zu beruhigen, bevor Sie sich ihm dann letztendlich wieder voll und ganz widmen.

Mythos Welpenschutz

Die Annahme: Welpen genießen den sogenannten Welpenschutz, d.h. kein anderer erwachsener Hund würde dem Welpen Schaden zufügen, denn alle Hunde wissen, dass dies ein hilfloser kleiner Welpe ist, der Schutz braucht und dem man nichts antun darf.

Diese Annahme beruht auf wissenschaftlichen Beobachtungen an Wolfsfamilien. In der Tat ist es so, dass innerhalb eines Familienverbandes die Welpen in den ersten Wochen noch eine Art Narrenfreiheit genießen und sich gegenüber den älteren fast alles erlauben dürfen. Die älteren Hunde beginnen erst nach mehreren Wochen, die Welpen nach und nach in ihre Schranken zu weisen und ihnen somit Grenzen zu setzen.

Welpenschutz gibt es nicht!
Auch bei unseren Haushunden besteht dieser Welpenschutz wenn überhaupt nur in den ersten Wochen und nur innerhalb der eigenen Familie. 

Beim Zusammentreffen mit fremden Hunden gibt es diesen Schutz nicht! Natürlich gibt es erwachsene Hunde, die gut sozialisiert sind und den Umgang mit Welpen kennen, aber vielen erwachsenen Hunden wird so ein kleiner aufdringlicher Welpe auch schnell mal zu viel, sodass es zu heftigem Abwehrverhalten gegenüber dem Welpen kommen kann.

Dies kann für den Welpen körperlich sehr gefährlich werden, wenn man die Größenverhältnisse bedenkt, aber es kann auch psychische Folgen haben.

Wenn das Erlebnis für den Welpen sehr heftig war, kann es sein, dass er von dem Zeitpunkt an misstrauisch oder sogar ängstlich gegenüber anderen Hunden wird und dies ggf. sein restliches Leben lang auch bleibt.

Welpen nur mit gut sozialisierten Hunden zusammen lassen Lassen sie Ihren Welpen nicht wahllos zu jedem Hund hin. Sprechen Sie vorher mit dem Besitzer des erwachsenen Hundes ab, ob dieser den Umgang mit Welpen kennt und freundlich ist und beobachten Sie die Begegnung genau.

Wenn es dem anderen Hund zu viel wird, ist es Ihre Aufgabe, Ihren Welpen aus der Situation rauszuholen und ihn somit vor Schaden zu bewahren.

Zahnwechsel

Die meisten Welpen ziehen im Alter von 8-9 Wochen in ihr neues Zuhause und nur wenige Wochen später beginnt auch schon die nächste Veränderung für den Welpen.

Der Wechsel vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss beginnt mit ca. 16 Wochen und ist ca. mit dem 7. Lebensmonat abgeschlossen. Meist sind größere Rassen mit dem Zahnen etwas schneller durch als die kleinen Rassen. Die meisten ausgefallenen Milchzähne werden von den Welpen abgeschluckt, sodass man als Besitzer schon manchmal genau hinschauen muss, um herauszufinden, ob der Welpe sich nun im Zahnwechsel befindet oder nicht.

Im Regelfall verpacken Welpen den Zahnwechsel ohne weitere Probleme- das Ganze ist keineswegs zu vergleichen mit den Zahnungsbeschwerden bei  Babys.

Dennoch kann es auch bei Welpen der Fall sein, dass sie Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Zahnen haben. Einige Welpen fressen dann ihr Trockenfutter nicht mehr oder fressen generell etwas schlechter. Auch Unruhe, Bauchschmerzen/Durchfall, Speicheln oder ggf. auch mal erhöhte Temperatur können Anzeichen dafür sein, dass dem Welpen der Zahnwechsel doch etwas mehr zu schaffen macht.

Gibt es Möglichkeiten meinen Welpen beim Zahnen zu unterstützen? Während des Zahnwechsels sollte man von all zu heftigen Zergelspielen Abstand nehmen. Stattdessen sollte der Welpe möglichst viele Kauartikel aus Naturmaterialien bekommen, z.B. Kautschuk, Kaffeeholz oder ähnlichem. Toll ist auch der KONG, der sich zusätzlich mit z.B. etwas Hüttenkäse o.ä. befüllen und ins Gefrierfach packen lässt. So haben die Kleinen zusätzlich noch eine Kühlung während des Kauens.

Worauf sollte ich achten? Wichtig ist, dass man den Welpen immer wieder mal ins Maul schaut, am besten auch schon vor dem Zahnwechsel, damit sie sich an das Prozedere gewöhnen.

Als Besitzer sollte man dann darauf achten, dass das Zahnfleisch nicht extrem gerötet ist (eine leichte Rötung kann im Zahnwechsel schon mal vorkommen) und vor allem, dass auch wirklich jeder Milchzahn ausfällt.

Es kann nämlich auch vorkommen, dass ein Milchzahn verbleibt, während der neue Zahn schon durchkommt, sprich an einer Stelle befinden sich 2 Zähne, was zu einer Zahnfehlstellung führen kann. Mit diesem Problem sollte der Hund also definitiv beim Tierarzt vorgestellt werden.

Und danach? Auch nach dem Zahnwechsel sollte den Zähnen des Hundes weiter Beachtung geschenkt werden. Sie sollten genauso wie beim Menschen gepflegt werden. Einerseits sind natürlich gesunde Zähne wichtig für den Hund, aber ebenso sind gesunde Zähne wichtig für die Gesundheit des Hundes.

Massiver Zahnstein bedeutet auch eine Menge Bakterien im Maul des Hundes, die wiederum im Maul des Hundes, aber zum Beispiel auch am Herzen Schaden bereiten können.

Zur Pflege dienen geeignete Kauartikel, aber vor allem lohnt es sich auch dem Hund die Zähne zu putzen. Die Utensilien dafür erhält man bei seinem Tierarzt.

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